Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Was macht dieses Konzert so besonders? Ich denke, es waren die Band und das Publikum. Die Band - Fotos - denn aus irgendeinem Grund klingen die Lieder von der Bühne so viel besser als aus dem mp3-player. (Vielleicht war es auch einfach die Lautstärke.) Auf alle Fälle sind alle Bandmitgleider kompetent zum live-spielen und die gespielten Lieder enthielten auch ein paar schöne Variationen zu den Albumversionen. Tom, der Sänger und Frontmann, moderiert die Songs an, animiert das Publikum. Man kann eigentlich nicht sagen, dass er lustig ist, wenn er witzelt, dass er einmal wir Thomas Gottschalk klingen möchte und wie die Moderatoren bei 9live. Aber die Art, wie er es sagt, wohnt ein gewisser Charme inne, die einen lächeln lässt, egal wie lustig seine Bemerkungen sind.
Und das Publikum, denn die Masse der Menschen im Raum waren wirkliche Fans. Die Hälfte war fast immer in Bewegung, es wurde geklatscht, gepfiffen, gerufen, gepogt und vor allem laut und inbrünstig mitgesungen. Ich hatte das noch nie gesehen: Tom fragte, "Wo sind eure Hände?" und schlagartig schoß vor mir ein mehr aus Armen in die Luft. Es gab in der vorderen Hälfte des Publikums nicht einen, der nicht mitgemacht hätte. Auf Konzerten haben Musiker die Aufgabe ihr Bestes zu geben und dem Publikum das Gefühl, sie seine ihre größten Fans. Das Publikum hat sein Bestes zu geben und den Musikern das Gefühl, die seien die größten Helden ihrer Zeit. Das klappte hier ganz wunder. Und ich machte mit. Ich bin rumgehüpft, mitgesungen habe ich, geklatscht, gewunken und gerufen.
Mona konnte meine Euphorie nicht so ganz nachempfinden, aber dieses Mal machte ich mir darum nicht so viel Sorgen, denn Sophie war ja da und teilte meine Lust an der Musik zu einem Teil. Ich fühlte mich nicht so, als würde ich Mona im Stich lassen, als wir noch ein Tsück weiter nach vorne drängten und auch nicht, als ich für das allerletzte Lied nach ganz vorne in die Pogopool stürzte, um noch einmal die letzte Energie für den Abend aus dem Körper zu preschen.
Dieses wilde Gedränge ist für mich wie Alkohol - vorsichtig dosiert ist es ein wunderbares Genussmittel. Ich mag es, von der Bewegung ergriffen zu werden, sie nicht nur von mir, sondern von allem um mich herum ausgehen zu spüren. In den Moment, in denen nicht mehr die Kraft in den Beinen zum Vorwärtstürmen ist, trägt die Masse einen einfach mit. Ich spüre die Bewegung in jeder Berührung und ich rieche sie an allen Menschen um, denen der Schweiß von der Haut perlt. Dass ich danach den Schweiß von unzähligen fremden Menschen an meinem Körper rieche, gehört irgendwie dazu. Auch die blauen Flecken auf den Füßen. Beides fühlt sich nicht angenehm an, aber es gibt mir eine Art Befriedigung, wenn ich den Schweiß rieche, die Blutergüsse spüre, es macht mich so glücklich, als hätte ich gerade einen Berg erklommen und würde nun ins weit entfernte Tal hinunterschauen.

Ich habe die CDs gelauft und ein T-Shirt. Sogar das Poster, weil das Photo darauf sehr schön sit, finde ich und zwei Buttons, was ich sonst nie mache. Der eine steckt jetzt ein meiner neuen Mütze. (*kicher* Die Mützue ist toll.) Ich glaube, mir hat seit einiger Zeit so etwas wie eine absolute Lieblingsband gefehlt. Dabei trifft es das Wort "Lieblingsband" gar nicht wirklich, denn ich nicht auf die Menschen dabei fixiert. Ich habe mich in dieser Musik verliebt. Die Melodien passen perfekt in meine Tage.
3.4.08 02:53
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (3.4.08 13:52)
wie heisst sie denn, diese band?


alice / Website (3.4.08 18:33)
Fotos


flo / Website (3.4.08 23:47)
oh! danke. lustiger name. koennte einfach nur ein wort sein.

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