Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Muss..., kann dieser Moment überhaupt kommen? Dieser Moment, ab dem ich sage, 'Oh ja, ich erinnere mich. Das war durchaus eine schöne Zeit mit Victor, jetzt schon lang vorbei, aber ich erinnere mich ganz gerne.' Weil, na ja, ich bin inzwischen relativ stabil auf meinen zwei Beinen, nicht immer zufrieden, bei weitem nicht immer glücklich, aber es lebt sich ganz in Ordnung. Nur eine Sache ist da: Ich möchte nicht an die Vergangenheit erinnert werden. Es ist das einzige, vor dem ich Angst habe, es könnte mich wieder wirklich aus der Bahn werfen.

Beim Aufräumen vor einer oder zwei Wochen habe ich alles, was an Victor erinnert, weggeschmissen. Die Zahnbürste, die Wasserflasche und so. All seine einstigen Liebesbeweise, die sich irgendwo noch auffanden - ich brachte es doch nicht übers Herz, alle in den Papierkorb segeln zu lassen. Sie landeten in einer Kiste und diese in einer anderen Kiste, in der sonst nur unnützer Kram ist, den ich seit Jahren nicht ausgepackt habe. Und diese Kiste in einer Tasche, in der auch sonst nur Sachen sind, die ich sogar nie geöffnet habe, um etwas herauszunehmen, sondern immer nur, um etwas hineinzulegen. Und diese steht Tasche außer Sichtbereich, hinter einem Schrank.
Immer wenn in meinem Kopf Gedanken, an die schöne Zeit mit Victor aufkommen, verbiete ich mir gar, an sie zu denken, mache das Radio lauter, fange an, irgendetwas zu lesen, nur um den Gedanken wieder zu verdrängen.
Und es funktioniert so. Ich bin inzwischen ein recht starker Mensch, denke ich. Meine Achillesferse sind bloß diese Erinnerungen.
26.2.08 12:35
 


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schnuti / Website (26.2.08 18:57)
Die Erinnerungen werden natürlich bestehen bleiben, aber irgendwann (sowas dauert, leider!!) wirst du diese Kiste nur herausnehmen und feststellen, dass es wirklich auch nur noch die schöne Erinnerung ist. Er würde dir das alles nicht antun, wenn er "der Richtige" wär! Tut weh, ich weiss hab das auch alles monatelang mitgemacht, aber jeder Schmerz vergeht irgendwann...und dann bleiben nur noch kleine, feine Narben!
Kopf hoch!
LG
Schnuti


chrissy / Website (28.2.08 13:38)
aber verdrängen ist auch nich grad das beste.

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