Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



  Startseite
  Über...
  Archiv
  Schön ist es, ...
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    wednesday
    - mehr Freunde




  Links
   Ein Blog
   Noch einer
   Und noch einer
   Und noch einer



...entschuldigung



https://myblog.de/vapoe

Gratis bloggen bei
myblog.de





Allein am Samstag Abend. Da habe ich dann doch noch einmal versucht, ihn anzurufen, HAt sogar geklappt. Victor liegt derzeit krank im Bett und hatte wohl auch deswegen die ZEit, mit mir zu reden. Wir redeten über dies und das, konzentrierter als das letzte Mal.
Letztendlich bereute ich es, doch so ausführlich von der Berlinale berichtet zu haben, denn viel lieber, hätte ich mehr von Victor erfahren. Ich weiß nicht, wie ich sinnvoll begründe, warum ich noch Interesse an Victors Leben habe, aber es ist da.

Und Victor erzählte seine Interpretation der Wandskulptur in der Hardenbergstraße: Sie stellt seiner Meinung nach das Leid der Frauen, die sich in der gefühlsmäßigen Abhängigkeit der eher kühleren Männer befinden, dar. Wir tauschten anonyme Beispiele, in welchen Männer Frauen durch ihre nicht vorhandene Liebe das Leben zerstörten. "Manchmal berührt mich so etwas.", sagte Victor dann. Ich vermied es, ihn daran zu erinnern, dass er sich seit einiger Zeit nun auch zu der Riege dieser Männer zählen konnte. Ich weiß nicht, ob wir uns darüber hätten streiten können. Aber Streiten macht keinen Sinn mehr. Ihm ein schlechtes Gewissen eintrichtern zu wollen - selbst wenn es klappen würde - macht keinen Sinn. Nicht mehr.

Ich fände es gut, wenn es sich entwickeln würde, so wie es sich damals zwischen Mark und mir entwickelt hatte. "Ich verlasse meinen Freund nicht.", hatte ich damals gesagt. "Er ist mir der wichtigste." Aber Mark war mir auch wichtig gewesen und wann immer er es gebraucht hätte, hätte ich ihm eine gute Freundin sein wollen. Die eographische Distanz machte das bisweilen aber schwer. Und obwohl ich diejenige gewesen war, die eine Liebesbeziehung ausgeschlagen hatte, merkte ich bald, dass meine platonische Liebe und die daraus folgende Fürsorglichkeit und Opferbereitschaft für ihn viel stärker war, als seine für mich. Wenn ich bei ihm an meine Grenzen stieß, war das immer eine kleine Verletzung. Aber ich wusste, die Bezihung war viel zu lose, alsdass ichd daraus Ansprüche entwickeln durfte und zudem war sie auch zu lose, alsdass irgendeine Art des Verletztseins lange anhalten oder zu einem Streit führen würde. Man kann dann so etwas auch schlucken, muss nicht immer ehrlich sein, alles offenbahren.
Wenn das auch so mit Victor sein könnte. Denn so oder so wird es mich immer ein wenig verletzen: Ich werde mir sehr lange noch wünschen, eine größere Bedeutung in seinem Leben zu haben, als er es mir erlauben will oder kann. Aber wenn ich mich daran gewöhne, ich kann lernen, welche Bedeutung ich in dieser neuen Zeit für ihn habe und ich kann mein Verhalten dieser Bedeutung anpassen. Und ich kann dann vielleicht lernen, die Verletzungen, die für mich daraus immer wieder erwachsen werden, hinzunehmen, mich nicht mehr darauf zu konzentrieren.

Aber mal sehen. Zuletzt habe ich jetzt signalisiert, dass er an der Reihe ist, sich zu melden. Wenn er denn will und ohne zeitliche Begrenzung. Ich werde dann sehen, ob und wenn ja, wie er den Kontakt zu mir erhalten möchte.
9.2.08 23:51
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Vanille / Website (10.2.08 14:38)
Dass ich davon geträumt habe, dass er mich anrief, um mir alles Liebe zu wünschen... versöhnte mich ein bisschen damit, dass er sich zu meinem Geburtstag (und auch danach) nicht meldete.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung