Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Es war eine halbgeschlossene Gesellschaft von etwa einem Dutzend Physik-Studenten. Auf Lucys und Inges indirekte Einladung war ich mit Sophie im Schlepptau dort erschienen, kannte außer ihnen und meinem Tim sowieso keinen. Auf Sophie, der es genauso ging, schien es ordentlich Eindruck eingeschindet zu haben, dass mich der Jan, den ich auf dem Auswahlseminar kennen gelernt hatte, dort wiedererkannte und ansprach. Ich glaube fast, er bemüht sich so rührend darum, den Kontakt mit mir aufrecht zu erhalten, weil er sonst gar nicht so viele hat. Und nachdem wir das erste Mal ein längeres Gesräch geführt hatten, konnte ich - ich weiß, das klingt ein bisschen gemein - auch nachvollziehen warum das so ist.
Er ist eigentlich durchaus intelligent und hat interessante Ansichten zu äußern, aber er wiederholt sich dabei sehr oft und ohne selbst dabei dessen müde zu werden.
Irgendwann überließ ich es Sophie, die mit mehr Interesse hörte, was Jan an der Studiumsstruktur zu kritisieren hatte und feuerte mit Lucy die Männer beim Technik zusammenstecken an.
23.1.08 22:45
 


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