Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Julien und ich hatten uns gegenüber gesessen, miteinander gesprochen und als wir ein Thema beendet hatten, schwiegen wir kurz.

Es ist nicht, wie ich sie ansehe, wie ich mit ihnen rede oder sie berühre. Aber in meiner Vorstellung sehe ich lauter Geäst aus meinem Körper sprießen, lange, fragile Tastärmchen, mit denen ich nach den Menschen fühle. Ich möchte sie kennen lernen. Ich meine, ich möchte sie unbedingt kennen lernen. Es ist das, was mir im Moment am meisten Spannung und am meisten Freude bereitet.
20.1.08 18:07
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


rawija / Website (21.1.08 16:27)
Was passiert denn, nachdem du sie kennen gelernt hast?


alice / Website (21.1.08 18:42)
das ist nicht wichtig. wichtig ist, dass ich etwas habe, dass ich jetzt tun will. eine ambition zu irgendetwas. die ambition, das gefühl, nicht ziellos, sondern zumindest in irgendeine richtung zu gehen, ist wahrscheinlich viel wichtiger als die frage, ob man dabei etwas erreicht und was man dann damit tut.

und außerdem denke ich, bei dieser sache gibt es kein 'nachdem'. man hat menschen nie wirklich zu ende kennen gelernt.


rawija / Website (24.1.08 20:32)
Ja, du hast Recht, ich hab auch lange hin und her überlegt, ob ich 'nachdem' verwenden soll oder nicht.
Nur fiel mir etwas ein, dass ich, glaube ich, bei Vanille einmal gelesen hatte:

'Ich habe das Gefühl, ich war die erste Zeit über interessant. Wie ein neu angefangenes Buch. Aber sobald das Buch zu Ende gelesen ist, wird es weggelegt."

Wirst du das auch tun?


alice / Website (24.1.08 23:10)
Das liegt eigentlich nicht in meiner Natur. Aber, wenn ich abends mit einem Menschen ein Sektglas teile und in der Woche darauf feststelle, dass es nicht viel mehr gibt, dass man teilen kann, gebe ich mir vielleicht keine Mühe, neue Treffen zu arrangieren. Es ist dann wahrscheinlich auch in seinem Interesse. Ist es sogar fast immer, weil ich generell viel mehr an Menschen interessiert bin als die Menschen an mir und ich meist die bin, die zurückgewiesen wird. Aber wenn schon. Die Menschen haben weitaus schlimmere Verbrechen schon begangen.

Warum denkst du immer schon an das Ende, bevor der Anfang überhaupt stattgefunden hat? Ich kann den Menschen nicht ein erstes Mal in die Augen sehen und schon wissen, dass ich sie den Rest meines Lebens lang nie verletzen werde. Dafür kenne ich sie zuwenig und dafür ist das Leben zu lang. Und letztendlich merkst du erst dann, wie sehr du einen Menschen wirklich schätzt, wenn sich die Möglichkeit bietet, ihn zu verletzen und du es eben nicht tust. Davor kannst du viel grübeln, aber eigentlich weißt du gar nichts.

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