Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Ich bin einfach unverbesserlich. Natürlich habe ich ihm nichts von dem, was ich geschrieben habe, gesagt. Genauer: Ich habe ja überhaupt nicht mit ihm gesprochen. Aber es fühlt sich für mich an, als hätte ich mich gerade mit ihm gestritten und sofort keimt in mir das Bedürfnis, mich mit ihm zu versöhnen.
Da heißt es, dass allein das Gefühl des Verlustes so lange überdauert und einem die Trennung so schwer macht. Aber was mich jetzt so viel besser auf meinen zwei Beinen stehen lässt, als noch vor Wochen, ist einfach, dass ist die Tatsache, dass ich den Verlust verkrafte. Die Liebe ist aber beständig, wirklich unverwüstlich.
Erst heute überlegte ich, beim Asiaten etwas für ihn einzukaufen, weil ich mich erinnerte, dass er das gerne trank. Ich hätte es einfach auf die Türschwelle stellen wollen. Ohne Botschaft, ohne Signatur, ohne Erwartungen. Ich wollte ihm einfach so gerne eine Freude bereiten. Ob es ein angenehmes Gefühl ist, sich geliebt zu fühlen, obwohl man nicht im Stande ist, zurückzulieben? Ich kann es nicht wissen, aber weil ich glaube, dass die Antwort auf die Frage 'nein' ist, stehen die Getränkedosen unangerührt bei mir zu Hause und nicht vor seiner Haustür.
18.1.08 21:27
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (19.1.08 00:59)
man nimmt sehr viele dinge von seinem leben auch weiter mit.
auch von den dingen, die eigentlich schon vergangenheit sind, aber noch so deutlich in einem selbst, dass sie nie vergangen sein koennn.
so, als waere man auf einer reise gewesen und haette dort erinnerungen gesammelt.

glaube ich.....

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