Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



  Startseite
  Über...
  Archiv
  Schön ist es, ...
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    wednesday
    - mehr Freunde




  Links
   Ein Blog
   Noch einer
   Und noch einer
   Und noch einer



...entschuldigung



https://myblog.de/vapoe

Gratis bloggen bei
myblog.de





Für 6 Minuten

Ich beschloss dann spontan, mit dem Bus zu fahren. Mit dem Bus, mit dem auch sonst immer zur Uni fahre, wollte ich einmal fahren und schauen, wie es an der Endhaltestelle - also nicht der am Zoo, sondern der anderen - aussieht. 40 Minuten hingefahren und 40 Minuten zurück. Die ganze Zeit schien die Sonne und auf der Hinfahrt schlief ich zeitweise im Bus. Es war angenehm.
An der Endhaltestelle stieg ich aus und setzte mich in das Haltestellenhäuschen. während auf der einen Seite die Sonne noch lang nciht untergegangen war, konnte man auf der anderen schon den Mond am Himmel sehen.
Die Andreezeile - so heißt die Endhaltestelle - ist eine sehr ruhige Straße mit kleine Geschäften auf der einen Seite. Auf der anderen ist weites Land mit Gras und viel Geäst, dass im Frühjahr vielleicht grüner wird. Es war trotzdem ein schönes Stück Natur, dass mir gleich vertraut vorkam, weil es so sehr an den Landstrich bei mir zu Hause erinnerte. Ich stand auf uns trabte auf Rand des Gehweges zu Geäst ein bisschen hin und her, blinzelte in die Sonne, in den Mond, dann wieder in die Sonne. Lächelte. Der Duft der winterlichen Natur war hier besonders stark. Und ich mag den Duft der Natur, auch den winterlichen. Ich mag ihn zu jeder Jahreszeit. Und ich zog tief ein.
Es waren sechs Minuten, die ich dort an der Haltestelle verbrachte, bevor der nächste Bus kam, der mich wieder in die Innenstadt fahren sollte. Insgesamt war ich gut 104 Minuten unterwegs für sechs Minuten in der Andreezeile. Aber es war lohnend, wirklich.
17.1.08 23:41
 


Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marc (17.1.08 23:59)
hihi, das hab ich auch schon gemacht..
ziellosigkeit ist manchmal weitaus reizender als effektivität


Marc (18.1.08 00:00)
der spamcode lautete "e moll"..finde ich festhaltenswert!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung