Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Victor erzählte, dass die Bafög-Rückzahlung inzwischen angekommen ist.

Diesmal fehlen mir die Dinge, die ich mit Row nicht mehr erleben werde und die wir noch alle vor uns gehabt hätten. Mir fehlt die Gewissheit, ihn an meiner Seite zu haben, was immer auch passieren würde. Mir fehlt die (unsere!) Zukunft und ihr Verlust schmerzt. schrieb die Waldelfe über ihren Verlust.

Kurz nachdem wir uns kennen gelernt hatten, war bei Victor die Familienstruktur eingebrochen, auch die finanzielle Versorgung. Unsere gemeinsame Zeit war so oft mit Geldnot, Wohnungssuchen, Existenzängsten belastet. Ich versuchte Victor beizustehen, wie ich konnte. Überzeugt von unserer Liebe, überzeugt, dass die "guten" Zeiten auf uns wartenden. Die Zeiten, die kommen sollten, nachdem wir uns in unserem Studium eingefunden hatten und nachdem Victor endlich sein Bafög erhalten würde.

Nein, nein, keine Hoffnung. Einfach nur Trauer. Ich denke, ich gehe jetzt schlafen.
11.1.08 18:11
 


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