Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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...entschuldigung



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etwas zu essen, dass Fisch oder Nüsse beinhaltet.

einen Spaziergang in einer sternenklaren Nacht zu machen.

dem Wind zuzusehen, wie er eine Wolke weiß-rosaner Blütenblätter aus einem jungen Kirschbaum bläst.

das große 'Vorstellung ausverkauft'-Schild an der Abendkasse zu sehen, aber doch noch einen Menschen zu finden, der einem ein Ticket zum Originalpreis verkauft.

durch Sonnenstrahlen geweckt zu werden und festzustellen, dass es ein wunderschöner Tag werden wird.

die Nachricht zu bekommen, dass der Freund dich und die Verabredung nicht vergessen hat, sondern auf dem Weg behindert wurde.

die Nachricht zu bekommen, dass der Freund die Verabredung nur vergessen hat, aber sich immer noch bester Gesundheit erfreut.

das Radio anzuschalten und sein Lieblingslied zu hören.

Hilfe angeboten bekommen, wenn einem die Einkäufe aus den Armen gerutscht sind.

zu zusehen, wie sich Kinder auf dem Jahrmarkt schminken lassen.

das letzte Blatt aus dem letzten Herbst bei seinem letzten Flug zu beobachten.

zu sehen, wie sich ein junges Paar am Bahnhof in die Arme fällt und ungeniert und heftig küsst.

das Lächeln im Gesicht des Mannes zu sehen, von dem Mann gerade den Berliner Straßenfeger gekauft hat.

an der Kasse vorgelassen zu werden, weil man nur so wenige Waren auf dem Arm hat.

zu singen ohne sich Sorgen zu machen, ob man gut singen kann.

bei einer Ebbe in der Küche alles verbliebene zu einem Salat zu zerschnippeln und festzustellen, dass auch die ungewöhnlichsten Kombinationen schmecken können.

sich alte Photos anzusehen.

einem Eichhörnchen bewegungslos zu zusehen, wenn es sich dein Mittagessen aneignet.

festzustellen, dass man die Geburtstagsgrüße nicht einen Monat zu spät, sondern einen Monat zu früh geschickt hat.

die Tagesthemen zu sehen und zu bemerken, dass die Welt einmal nicht von einem Unglück mit größerem 'Kollateralschaden' heimgesucht wurde.

an eine Ampel zu kommen, die einem gerade grün leuchtet.

einen schönen Sonnenuntergang zu beobachten.

genau das zu tun, worauf gerade Lust hat.

zu wissen, dass es Menschen gibt, die an einen denken.

die erste Knospe im Frühling zu finden.

nicht zu Hause zu sein, wenn eben dort die Erde bebt.

zum Schluss zu kommen, dass der Zahnarztbesuch doch nicht so schmerzhaft war, wie man erwartet hatte.

(Mai 2005)

etwas verloren geglaubtes wieder zu finden.

Kuchen zu backen, der den anderen auch schmeckt.

die Hand von einem Menschen halten, den man mag.

gesund zu werden.

an den frühlingsfrischen Eichellättern zu riechen.

einen schönen Sonnenaufgang zu sehen.

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zu lächeln und ein Lächeln zurück zu bekommen.



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