Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



  Startseite
  Über...
  Archiv
  Schön ist es, ...
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    wednesday
    - mehr Freunde




  Links
   Ein Blog
   Noch einer
   Und noch einer
   Und noch einer



...entschuldigung



http://myblog.de/vapoe

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ich grabe dann ein Loch in der Erde, so ein kleines rundes, ein Kaninchenbau, und setze mich darein. Das sind immer die Lagen im Leben gewesen, in denen ich verloren habe, die, bei denen ich später bereut habe, so gehandelt zu haben. Es fällt mir schwer, irgendwo hinzugehen, wo ich fürchte, nicht willkommen zu sein. Es fällt mir schwer etwas in Anspruch zu nehmen, von dem ich denke, dass es nicht (nur) mir gehört. Ich möchte gerecht, aber auch nett sein. Höflich zumindest, wenn nett nicht mehr geht.
Aber ich mache es falsch. Oder zumindest ist die Annahme nicht richtig, man würde für ein solches Verhalten belohnt. Ich habe damit immer verloren. Und dieses eine Mal lässt es mich nicht los. Nicht einmal nach über einem halben Jahr.
Inzwischen kann ich es mir selbst nicht recht machen.

Irgendwann beschlossen kurz nacheinander zwei , dass ich es nicht wert sei, irgendeine Form von Beachtung zu bekommen. Einer, dass es gerecht wäre, mich um meinen gesamten Berliner Freundeskreis zu bringen und fast alle, dass das etwas heftig, aber prinzipiell mitzumachen, zumindest zu akzeptiren sei. Vielleicht ist der Groll, den welche gegen mich hegen, inzwischen größtenteils verflogen, vielleicht könnte ich um Gunst bittstellen, vielleicht wäre das aber nicht einmal nötig, um mir wieder einen Platz in deren Reihen zu ergattern. Ich möchte nur nicht. Ich fühle mich jedes Mal erschlagen, wenn ich daran denke, was passiert ist. Wieviel Undankbarkeit, Ignoranz, Verlogenheit und böser Vorsatz sich offenbart hat. Ich möchte diese zwei nicht wieder in meinem Leben haben. Selbst wenn ich verzeihen könnte, selbst wenn man mich um Verzeihung bitten würde, ich könnte nie wieder vertrauen, ich könnte nie wieder nett sein und es ernst meinen. Auf falsche Freunde möchte ich lieber verzichten, denke ich. Und trotzdem sticht es in der Brust, jedes Mal, wenn ich wieder ignoriert werde, wenn mich etwas daran erinnert, dass da jemand jetzt ein Leben lebt, an dem ich nicht mehr teilhabe, wo ich doch früher so engagiert war. Es macht mich traurig und kann nicht einmal sagen was: unverstanden zu sein, ausgenutzt worden zu sein, belogen zu werden, ungerecht behandelt worden sein, von ihm, von allen anderen, vom Schicksal.

Und dann gibt es da noch mehr. Die, die bereit waren, die Freundschaft zu mir eher zu opfern als eine andere, wenn sie müssten. Die, die erklärten, dass sie in dieser Sache, nicht meine Vertrauten sind. Darf ich jetzt wieder vertrauen? Möchte ich Nähe, die mit vom bitteren Beigeschmack untrennbar ist, dass man sich schon einmal gegen mich entschieden hat und dass es dort immer noch mehr Nähe zu anderen gibt, die mich erniedrigt sehen wollten und vielleicht immer noch wollen.

Ich lebe seit dem viel isolierter und es geht, aber es fühlt sich nicht richtig an. Ich möchte, dass Menschen hier sind, mit denen ich Spaß haben kann. Ich möchte, dass welche hier sind, zum Lachen, zum Reden, zum Helfen, zum Vertrauen, zum Berühren. Passiert das je wieder?
14.12.11 01:35
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (30.7.12 09:27)
das man sich in menschen so taeuschen kann, hm?

gut, das ist schon laenger her, dass du dies hier geschrieben hast und vielleicht [oder ziemlich sicher] ist deine situation jetzt eine andere.

es gibt immer zwei seiten. die eigene und die der anderen.
prinzipiell glaube ich an das gute im menschen.
aber die beweggruende anderer menschen zu verstehen, ist offenbar nicht immer einfach.

aber selbst manche meiner guten freunde tun manchmal etwas seltsames, haben seltsame einstellungen oder so.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung