Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Ein Tagebuch lässt den Weg in die Vergangenheit so einfach erscheinen. Für die letzte halbe Stunde war ich da. Zurück in der Gegenwart erfüllt mich ein seltenes, kaum fassbares Gefühl von Zeit, dass auf eine Weise schaudern lässt und auf eine andere ruhig und zufrieden stellt.

Dann denke ich, es wäre vielleicht gut, von diesen Tagen und Monaten lebhafte Erzählungen zu behalten, um auch hier später zurückfinden zu können - hierher, in das 2011 und das Gewissen zu spüren, auch in diesem Jahr gelebt zu haben.
Aber dann feht es mir so oft an Worten. Nicht nur, dass das Studium mich mehr auf einzelne Buchstaben trimmt - war ich mir vor Jahren der gravierenden Bedeutung dessen, was ich tagtäglich erlebte und ja, auch meiner selbst so sicher, ich bin es jetzt nicht mehr. Ich kann mich erinnern, als Teenager daran geglaubt zu haben, dass die Selbsterkenntnis ein andauernder Prozess ist, der mit der Zeit immer mehr Frucht tragen würde. Aber wenn ich es mir nun so überlege, scheint es ganz logisch und unvermeidbar, etwas gegenteiliges zu erkennen: Ich bin mir meiner selbst nicht so sicher, wie ich es einmal schon war. Denn manchmal zweifele ich daran, dass ich mein Leben lebe, denke eher, mein Leben lebt mich. Dass Gefühl der Allmacht, mein Leben steuern zu können, verliert sich, denn die Jahre tragen genug dafür Gründe herbei.
Und plötzlich hat man für einen Moment ganz das Steuer abgegeben. Wer lebt hier wen? Ist es das, was ich wollte, was ich will, dass jetzt passiert? Was wollte ich? Was will ich? Ich bin mir all dessen nicht immer sicher.
3.9.11 01:44
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (4.9.11 21:36)
oh...

du bist noch immer alice
und sicher nicht mehr genau die gleiche alice,
die du noch vor fuenf jahren warst...
vermutlich auch nicht genau jene, die du werden wolltest.

das leben moechte doch gar nicht auf einer schiene laufen.
natuerlich bestimmt das leben auch wenig dich und nicht nur umgekehrt. aber es waere wohl auch ziemlich oede,
koenntest du dein gesamtes leben komplett selbst bestimmen... ich glaube ja nicht einmal, dass ein solches dasein die bezeichnug 'leben' verdienen wuerde.

das leben ist nun einmal lebendig... deswegen heisst es ja auch so (;

hast du freunde und ziele?

naja: und: schlechte phasen gibt es immer wieder im leben. wenn man das weiss, dann finde ich diese phasen gar nicht sooo schlimm, weil sie so gut wie immer von schoenen phasen abgeloest werden.

magst du ganz liebe gruesse haben,
....
vielleicht solche, die mit gedanken gefuellt sind wie ein luftballon... wenn du sie dann anstichst, dann fliegen ganz viele gedanken herum und verschwinden so schnell, dass du sie nicht einmal fassen kannst....

flo

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