Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Gerade für zwei Stunden mit Julien im Cafe gesessen. Es fing damit an, dass er mir erzählte, wie er das ende unserer Beziehung sieht und was mir und den Freunden anzulasten ist, dass e schief ging. Und dann immer wieder die Frage, was ich mir dabei gedacht habe. Beim Ganzen und dann im Einzelnen auch, warum am 17. Dezmeber und warum wir uns doch nach Weihnachten noch einmal getroffen haben, warum ich das so wollte. Ich weiß es nicht, sage ich immer. Es war halt so, und, ich dachte, das wäre das richtige.
Es befriedigt ihn nicht. Er hatte mehr erwartet. Aber was?
Dann fragt er nach meinem Leben. Smalltalk funktioniert wie immer: Er stellt eine Frage, schneidet meine Worte nach zwei Sätzen ab, sagt mir, dass ich falsch darüber denke und dann, sehr lange, wie das aus seine Sicht ist, wie das bei ihm läuft. In Liebe schenkt man gerne Aufmerksamkeit. Aber jetzt sitze ich da und frage mich nur, was passiert hier? Warum er... und ich, hier? Nach zwei Stunden, in denen Julien mehrmals fragte, ob ich noch viel zu tun hatte und ich immer sagte, ja, aber dann doch nichts tat, um aufzubrechen, orderte er die Bedienung zur Rechnung und bestand auch darauf, mein Getränk zu zahlen. Auf dem Rückweg lachte er mich lauthals aus, als ich erwähnte, es jetzt wieder mit Sport auf regelmäßiger Basis zu versuchen. Um mich beschwichtigen als ich gekränkt meinen Schritt beschleunigte, blieb ihm keine Zeit, weil in dem Moment sein Handy klingelte. Als ich schon wieder im Gebäude war, holte er mich ein. Na ja, mit deinen Launen muss ich mich ja nicht mehr beschäftigen, sagte er, als er merkte, dass mich das nur umso gekränkt hatte.
Entsprechend kühl war der Abschied. In der Tür stehend meinte er, dass es heute erstaunlicher Weise doch Momente gegeben hätte, in denen er mich niedliche fand und gewünscht hätte, mich umarmen zu können. Ist es so abwegig, mich niedlich zu finden?, sagt ich, immer noch gekränkt. Ja, nein, ich habe das nicht erwartet... Na ja, ich geh dann mal., sagte er. Ich nickte nur.
28.2.11 17:26
 


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