Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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"Denk an etwas schönes. Denk dir das schönste aus und dann wirst du auch ganz schnell einschlafen.", sagte mein Vater zu mir, als er mich zu Bett brachte. Wie oft hat er mir das gesagt? Vielleicht war es sogar nur ein mal, aber ich weiß es immer noch, denn es gab dieses eine Mal, an das ich mich immer noch erinnere und seit welchem ich jahrelang keine Nacht mehr eingeschlafen bin, ohne diesen Rat zu befolgen. Als kleines Kind stellte ich mir also einen Spaziergang über den Rummelplatz vor. Kinderbücher mussten mir beigebracht haben, dass das das Schönste ist, was sich ein Kind vorstellen kann, denn eigentlich habe ich Rummelplätze noch nie genossen. Nichtsdestotrotz gab es mir ein zufriedenes Gefühl beim Einschlafen. Einige Jahre später dachte ich mich in die Disney Welten meiner Kindheit, in andere mitreißende Filme oder Bücher und ließ dort unter wohlig warmer Sonne schönste Happy Endings passieren. Auf Reisen träumte ich meist vom heimatlichen Bett, wenn ich einschlief. Und am Abend vor Weihnachten stellte ich mir eine schöne Bescherung vor. Noch später dachte ich mich in die Arme eines Jungen, in den ich mich verliebt haben mochte und dann an den Jungen, der meine Gefühle erwiderte. Wenn er nicht bei mir lag, dann träumte ich ihn mir her.
Nun gibt es keinen Mann, den ich mir herträume mehr. Und Zeichentrickfilme und Rummelplätze faszinieren mich längst nicht mehr so, wie sie es einmal taten. Ich finde nichts, dass ich mir herträumen kann, um mit einem zufriedenen Gefühl in den Schlaf hinab zu steigen. Es ist nicht so, dass ich dann nicht schlafen kann. Aber es fühlt sich komisch an - so ungewohnt, leblos und traurig, nicht eine Sache zu kennen, die mich glücklich machen könnte.
31.1.11 01:02
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (7.2.11 09:03)
hm...
wuerde das funktionieren, wuerde ich dir gerne etwas schenken, das dich gluecklich macht. nichts materielles.
vielleicht einen gedanken [erinnerungen, welche dich gluecklich machen koennten, hast du vermutlich genuegend].
ich denke, du hast auch genug gedanken, die dich gluecklich machen koennen.
fuer mich fuehlt es sich so an, als haettest du nur zu wenig hoffnung dieser tage zu wenig aussichten auf erfreuliches.
ich glaube, ich kenne das aber, das man sich in manchen zeiten nicht so recht ueber dinge freuen kann.
das ist dann besonders schade, wenn man weiss, wie schoen sie eigentlich sind.
ich schicke dir liebe gruesse
flo


alice (8.3.11 23:39)
danke

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