Behaupte bloß nicht, die Natur sei kein Wunder. Erzähl mit bloß nicht, die Welt sei kein Märchen. Wer das nicht eingesehen hat, wird es vielleicht erst begreifen, wenn das Märchen sich bereits dem Ende nähert. Denn dann bekommen wir die letzte Möglichkeit, uns die Scheuklappen abzureißen, eine letzte Möglichkeit, uns diesem Wunder hinzugeben, von dem wir nun Abschied nehmen müssen... Ob du wohl begreifst, was ich hier auszudrücken versuche Georg? Niemand hat sich je unter Tränen von Euklids Geometrie oder dem periodischen System der Atome verabschiedet. Niemand zerdrückt ein Tränchen, weil er vom Internet oder dem Einmaleins getrennt wird. Es ist eine Welt, von der wir uns verabschieden, es ist das Leben, es sind Märchen und Abendteuer. Und dann müssen wir uns außerdem von einer kleinen Auswahl an Menschen verabschieden, die wir wirklich lieben. (Jostein Gaarder - Das Orangenmädchen)

Pseudohaus

ich und die imaginären Wände um mich herum...



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Er hat gerätselt, ich habe gerätselt. Und er hatte verschiedene Vorschläge, was ich zu viel getan oder eben zu wenig getan hatte, sodass ich ihn verlor.
Dabei ist die Frage "Was habe ich getan, dass ich dich verloren habe?" die falsche.

Liebe ist alles, was man zusammensein braucht und Liebe ist ein widerspenstiges Tier. Was hat Victor mir nicht alles in dieser Zeit angetan, ins Gesicht gesagt - völlig bedeutungslos. Schon lange davor, schon in Freiberg hatte er mich einmal verlassen, ich meine, nicht nur angedroht, er hatte es wirklich getan und ich habe dort schon meinen Stolz mit Füßen getreten. Und er saß emotionslos daneben. Aber verdammt, ich habe ihn geliebt bis und übers bittere Ende hinaus. Ich liebe ihn immer noch. So ist das. Und alles, was er getan haben könnte, um mich zu verlieren, hat er getan. Und ich liebe ihn immer noch, weil ich ihn liebe, weil ich ihn immer geliebt habe. Ich liebe ihn immer noch und kann selbst immer noch nicht anders, wo er, nachdem er mir die schrecklichsten Wochen meines Lebens beschert hat, die Schuld dafür auch noch mir geben will.

Und dann heißt es, ich habe ihm ein bisschen zu wenig gesagt, dass ich ihn liebe, ich habe ihm ein bisschen zu wenig den Rücken gekrault.
Mal abgesehen davon dass ich ihm so oft angeboten habe, das alles mehr als nachzuholen und er es immer wieder abgelehnt hat. Es stimmt nicht. Mein Bild der Vergangenheit ist vielleicht verzerrt, romantisiert, aber seines ist es auch. Und ich weiß, dass einige Sachen einfach nicht stimmen. Dass er nämlich die ewigen Liebesschwüre am Telefon leid war und das sagte und dass ich irgendwann sagte, ich würde ihn gerne wirklich liebevoll küssen wollen, ohne gleich mit ihm im Bett zu landen.

Es gibt einige Dinge an mir, die eine Beziehung mit mir anstrengend machen können, aber das sind andere als die haltlosen Dinge, die er mir jetzt im Nachhinein anheftet. Außerdem sind es Dinge. Einfach nur Dinge. Und wenn er mich auch nur zu einem Bruchteil so geliebt hätte, wie ich ihn verdammt noch einmal immer noch liebe, dann hätte er sich darum geschlagen, diese Dinge ertragen zu dürfen.
Ich habe für ihn das getan. Ich habe noch viel mehr für ihn getan.

Weißt du, warum wir nicht mehr zusammen sind, Victor? Erinnere dich. Es ist nur, weil du wolltest. Du sagtest: 'Ich möchte von hier an allein sein.'
Ich habe so lange gerätselt. Vielleicht gibt es keinen Grund, warum du das wolltest. Wenn es einen gibt, dann findest du den nicht in meinem Verhalten. Denn wenn deine Liebe zu mir endet, weil ich dich einen Morgen nicht mit einem Kuss geweckt habe, weil ich einmal maulig war und einen Tag lang nicht gesagt habe, wie sehr ich dich liebe... Wenn sie einfach endet, weil du es Tage gab, an denen du nicht von meiner Liebe profitieren konntest, dann war deine Liebe schon lange tot. Oder so klein, so phantasielos, so bedeutunglos, wie die Liebe, die Sitcom-Figuren zueinander entwickeln. So bedeutungslos.
18.1.08 20:58
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (19.1.08 01:09)
es bist nicht nur du auf der welt und diese ist so vielfaeltig, dass sie einfach nur umwerfend schoen ist.manchmal.nicht immer.

es passt die welt auch nicht immer zu den eigenen vorstellungen und andere leute haben andere gedanken, andere gefuehle, andere einstellungen, als man sich wuenschen wuerde. will und kann man das alles verstehen?

irgendetwas ist immer.

[schreibe ich frecherweise halt einmal so. ich hoffe, das macht nichts]

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